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New. Susteck, D: Peregrinus

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Sheet Music

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Peregrinus – Eine innere Wegbewegung Der sechssätzige Orgelzyklus Peregrinus versteht den Jakobsweg nicht als äußere Reiseroute, sondern als einen Weg der Wahrnehmung. Die einzelnen Sätze beschreiben weniger konkrete Orte als unterschiedliche Formen des Erlebens, die sich während des Unterwegsseins verändern. In Gedanken eröffnet den Zyklus mit einer tastenden Wahrnehmung. Noch bevor der eigentliche Weg beginnt, schweifen Gedanken voraus, Erinnerungen und Erwartungen überlagern sich. Der Pilger tritt zunächst in einen inneren Raum ein. Mit Kilometersteine wird der Weg körperlich erfahrbar. Schritte, Anstrengung und Rhythmus prägen den Satz. Das Gehen erhält Gewicht und der Körper wird zum eigentlichen Maß des Vorankommens. In Signale der Nacht verschiebt sich die Aufmerksamkeit auf das Hören. Vereinzelte Klänge, Geräusche und ferne Signale schaffen Orientierung in einer Welt, in der Sehen kaum mehr möglich ist. Der Klang ersetzt den Blick. Echoschluchten führt diese Erfahrung weiter. Die Umgebung antwortet auf den Pilger; Klänge kehren verändert zurück und werden zu Erinnerungen. Der äußere Raum wird zum Resonanzraum der eigenen Gedanken. Mit Lichtung öffnet sich schließlich der Blick. Nach Enge, Dunkelheit und Echo entsteht ein weiter, atmender Klangraum. Nicht das Erreichen eines Zieles steht im Mittelpunkt, sondern ein Moment der Weite und der Freiheit. Der Schluss Nachklang verzichtet bewusst auf einen triumphalen Abschluss. Fragmente, Klopfgeräusche und vereinzelte Klanggesten lassen den Weg nicht enden, sondern nachhallen. Was bleibt, ist nicht die Ankunft, sondern die Erinnerung an das Gehörte. Der Pilger verschwindet – der Nachklang seiner Schritte bleibt. So beschreibt Peregrinus weniger eine Pilgerreise als eine Veränderung der Wahrnehmung: vom Wahrnehmen über den Körper, das Hören, die Erinnerung und die Öffnung bis hin zum Nachhall, der den Weg über das Ende der Musik hinaus im Hörer fortsetzt. Ein Kompositionsauftrag des Erzbistums Paderborn. Uraufführung am 26.09.2026 durch Mona Hartmann. Dauer: 40 Minuten.

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